Der gemeine Mensch, getrieben von seinem evolutionären Erbe, erträgt keine Einsamkeit und wird von seiner inneren Tierstimme zu Massenveranstaltungen und sozialen Sammelpunkten (Städte) gedrängt, an denen er dem Gruppenrausch unbewußt frönen kann.
Überall wo Menschen miteinander umgehen, entstehen Strukturen, die mehr oder weniger Ähnlichkeit mit Wolfsrudeln haben: Es kristallisieren sich Meinungsführer heraus, nachdem unbewußte Rangkämpfe die Positionen geklärt haben.
In kleinen Gruppen kann man zudem beobachten, daß der rangniedrigste von allen am schlechtesten behandelt wird, aber der Ranghöchste sofort attackiert wird, sobald er sich ein Blöße oder Schwäche erlaubt. Abweichungen vom "Gruppenkonsenz" werden mit größter Härte verfolgt. Je schwächer die Individuen entwickelt (individuiert) sind, desto härter sind diese Mechanismen, weshalb man die seelisch grausamsten faschistischen Rituale in unbeobachteten Kindergruppen beobachten kann.
3.1 Evolutionäre Strukturen in Demokratien
Auch "Demokratien" weisen in hohem Maße diese Strukturen auf:
Eine subtile strenge Hack- und Rangordnung durchzieht alle demokratischen Staaten; fatal wird diese "Ordnung" aber besonders dadurch, daß so getan wird, als gäbe es sie nicht und als wären alle Bürger gleich. Dieser Selbstbetrug hat für die Schmarotzer der jeweiligen Systeme den "Vorteil", daß deren verborgene totalitäre Hierarchien, die einfach geleugnet werden, auch nicht angegriffen werden können. Auch einen
aufgezwungenen "Gruppenkonsenz" (Ordnerwelle) haben demokratische Systeme. Wer es wagt, dagegen zu sehr anzugehen, der wird geächtet, verfolgt, eingesperrt und abgehört.
Die
Wahl der Politiker zeigt auch sehr tierische Züge - ähnlich wie die Henne einen möglicherweise geistig minderbemittelten Hahn
bevorzugt, der aber schön aussieht (großer roter Kamm = gesundes Tier), werden Politiker nicht nach echten und ehrlich gemeinten Programmen oder Ideen und somit mit Verstand gewählt, sondern nach der Breite ihres Lächelns auf Wahlplakaten bewertet.
Selbst "Leittiere", die nachgewiesenermaßen schwere Sozialvergehen begangen haben, wie der ehemalige BRD-Präsident Weizsäcker, durch seine bewußte Duldung der DIOXIN-Vergiftung vieler Arbeiter in einem ihm unterstellten Industriebetrieb, genießen hohe soziale Anerkennung und können die Mehrheit eher hinter sich wissen, als der kleine Ladendieb, dessen Tat damit gemessen lächerlich ist. Die tierhafte Maxime hinter solchen "Entscheidungsprozessen" mag zwar dazu führen, daß scheinbar körperlich gesunde (rote Bäckchen) und angepaßte (demokratisch, sozial und frei) Primaten-Männchen und Weibchen in den Parlamenten sitzen; mit deren Urteilskraft oder gar Kompetenz hat dies jedoch nichts zu tun.